Lichtobjekte und Projektionen von László Zsolt Bordos

Ausstellung

Datum: 29 Juni
Zeitpunkt: 17:00
Ort:  Liszt Institut Stuttgart
70178, Christophstr. 7.
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Der ungarischstämmige Künstler György Kepes – geprägt vom Geist des Bauhauses und Lehrender am New Bauhaus in Chicago – wurde in den USA zu einer Schlüsselfigur der Medienkunst. Als international renommierter Lichtkünstler, Projection-Mapping-Pionier und Co-Präsident der International Kepes Society (deren Ehrenpräsident u. a. Otto Piene war), führt László Zsolt BORDOS Kepes’Ideen konsequent weiter. Seine Arbeiten reichen von präzise komponierten lichtkinetischen Objekten im intimen Maßstab bis zu monumentalen urbanen Projektionen, die Architektur in dynamische Bildräume transformieren.

Bordos begreift elektronische Medien nicht als rein technische Werkzeuge, sondern als poetische und soziale Instrumente. Durch illusionäre Bildsprachen und zeitbasierte Kompositionen schafft er kollektive Erfahrungsräume, die Wahrnehmung schärfen, Gemeinschaft stiften und das urbane Gefüge neu lesbar machen.

Die Ausstellung eröffnet: Dr. Márton Orosz, Kunsthistoriker, Medienkunst-Experte, Direktor des Vasarely Museums

Die Ausstellung ist vom 29. Juni bis 10. September geöffnet.

Zu den Personen

Márton OROSZ

Márton Orosz ist Kunsthistoriker, Kurator, Grafikdesigner, Fotograf und international anerkannt als einer der führenden Forscher zu György Kepes, dem „Vater der Medienkunst“. Seinen PhD erwarb er 2014 mit einer Dissertation, die Kepes’ Werk und Vermächtnis gewidmet ist.

Im Verlauf seiner akademischen Laufbahn erhielt Orosz zahlreiche renommierte internationale Stipendien. Er war Terra Foundation Fellow am Smithsonian American Art Museum und Beinecke Senior Visiting Fellow an der National Gallery of Art in Washington, D.C.; György–Kepes–Fellow für Advanced Studies und transdisziplinäre Forschung am Massachusetts Institute of Technology; ESKAS Fellow an der University of Bern; Postdoktorand am Institute for Cultural Inquiry; Curator-in-Residence am Centre for Contemporary Art Singapore sowie Stipendiat des Getty Research Institute. Derzeit forscht er am ZKM – Center for Art and Media als Alexander-von-Humboldt-Stipendiat.

2011 gründete Orosz die Sammlung für Fotografie und Medienkunst am Museum of Fine Arts in Budapest und ist seit 2014 Direktor des Vasarely Museum. Er kuratierte zahlreiche internationale Ausstellungen und hielt weltweit Vorträge zu kinetischer Kunst, abstrakt-geometrischer Kunst und Animationsfilm.

2024 stellte er mit Unterstützung des Structurist Award – verliehen vom College of Arts and Science der University of Saskatchewan in Kanada – einen Dokumentarfilm über György Kepes fertig.

Zsolt László BORDOS

László Zsolt Bordos ist ein ungarischer Künstler, geboren 1977 in Brașov, Siebenbürgen – Rumänien. 1997 zog er nach Ungarn, wo er an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste in Budapest studierte sowie mit einem Stipendium am MediaLab der Universität für Kunst und Design in Helsinki. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er mit Videoprojektoren. Mit seinem frühen 3D-VJing (2000–2004), seinen formbrechenden Projektionen (2005–2006) und seinen 3D-Mapping-Arbeiten seit 2007 gilt er als einer der Pioniere dieses Genres.

Er nahm an zahlreichen Ausstellungen und Kunstfestivals teil und präsentierte seine Werke in über 40 Ländern, darunter beim Mapping Festival Geneva, GLOW Eindhoven, Signal Festival Prague, Lux Helsinki, Filux Mexico, Ars Electronica Linz, am ZKM – Center for Art and Media sowie beim Adelaide Festival of Arts.

Bordos’Interessensschwerpunkte sind Object Mapping, architektonische Projektionen sowie Bühnenprojektionen für Theater und Oper. Dabei war er an Projekten mit dem MÜPA – Hungarian Palace of Arts, der Semperoper Dresden, der Opéra de Dijon, der Shanghai Opera House sowie dem Barbican Centre in London beteiligt.

Bordos initiierte mehrere wegweisende Projekte, darunter den weltweit ersten Video-Mapping-Wettbewerb (Budapest, 2010), die ALO – Art of Light Organization (2020), das Light Art Manifesto (2021) sowie den Light-Art-Studienkurs an der Moholy-Nagy University of Art and Design (seit 2021). Er war Mitgründer und Präsident von LIGHTHOUSE – dem Verband ungarischer Lichtkünstler (2021–2023), Initiator und Mitgründer des Light Art Museum Budapest (2022), Mitorganisator der zweijährlichen Light-Symposien in Ungarn (seit 2023), Mitglied der John von Neumann Computer Society (seit 2024) sowie Ko-Präsident der International Kepes Society (seit 2024).

Eintritt frei. Anmeldung erwünscht.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Wissenschaftsfestivals in der Programmreihe LIGHT YOUR INSTINCT! – Interthinking Art + Science + Creativity statt.

Weitere Veranstaltungen:

  • Was Ist Projection Mapping? György Kepes und sein Erbe in der zeitgenössischen Lichtkunst – Vortrag von László Zsolt Bordos
  • GYÖRGY KEPES Interthinking Art + Science – Filmforführung und Q&A/Podiumdiskussion mit Márton Orosz 
  • "dreams“ immersive Projektion von Zsolt László Bordos im Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart