GARTENFIEBER. Rund um eine versteckte Oase der Dorotheenstraße

Tag des offenen Denkmals 2025

Datum: 14 September
Zeitpunkt: 12:00
Ort:  Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin

Eine wichtige Periode der wechselreichen Geschichte des Magnus-Hauses am Kupfergraben in Berlin ist mit Ungarn und dem Collegium Hungaricum verbunden. In diesem 1756 gebauten barocken Bürgerpalais, das heute unter Denkmalschutz steht, befand sich neben dem Wohnsitz von Max Reinhardt und seiner Familie das Ungarische Institut der Berliner Universität (1929 bis 1945). Der historische Garten des Hauses, der damals eine Oase für junge Wissenschaftler und Forscher war, wird am Denkmaltag einen Nachmittag lang im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich sein.

Blick aus dem Magnus-Garten auf das Collegium Hungaricum Berlin

Blick aus dem Magnus-Garten auf das Collegium Hungaricum Berlin

P R O G R A M M Ü B E R B L I C K

Ein Haus mit Tradition, Innovation und Gartenblick: Führungen im CHB und im Magnus-Garten

14.09.2025, 14:30 und 16:00 (Dauer: ca. 30 Minuten)
CHB, Treffpunkt an der Rezeption (EG)

Das vor 101 Jahren eröffnete ungarische Kulturinstitut in Berlin bietet Führungen durch sein sechsstöckiges Neobauhaus-Gebäude in der Dorotheenstraße. Am Tag des offenen Denkmals zeigen wir auch öffentlich nicht zugängliche Räumlichkeiten des 2007 errichteten Hauses, dessen Vorgängergebäude, das neoklassizistische Palais Herz, bis 1945 das Collegium Hungaricum beherbergte. Der Rundgang führt anschließend in den historischen Garten des benachbarten Magnus-Hauses, in dem einst das Ungarische Institut ansässig war. Erleben Sie mit uns ungarische Kultur, Architektur, Geschichte und das einzigartige Ambiente des Collegium Hungaricum Berlin!

Geschichte der deutschen Gartenkunst. Vortrag mit Rundgang
14.09.2025, 15:00 und 17:15 (Dauer: jeweils ca. 45 Minuten)
CHB, Breuer Saal (EG)

Gut tausendzweihundert Jahre lässt sich die Geschichte der deutschen Gärten und Parks nachvollziehen. Ein reich bebilderter Vortrag nimmt die Teilnehmenden auf eine Reise ins Grüne mit. Vorgestellt werden u.a. die einfachen Nutzgärten des frühen Mittelalters, die Gärten der reichen Bürger in der Renaissance, formal strenge üppige Landschaftsgärten und die beliebten Schrebergärten. Wir widmen uns aber auch stilistischen Besonderheiten, den verwendeten Pflanzen und den wichtigsten Gärtnerpersönlichkeiten.

Ein Vortrag des Kulturhistorikers Matthias Prasse mit geführtem Rundgang im Magnus-Garten, in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Spandau.

Tag des offenen Denkmals 2024. Foto: Barbara Antal

Tag des offenen Denkmals 2024. Foto: Barbara Antal

Gartenwelten. Kreativer Workshop
14.09.2025, durchgehend
CHB, Breuer Saal (EG)

Ob Sie ein Auge für Detail und Proportion haben oder Ihrer Kreativität lieber freien Lauf lassen: unser Cutout-Workshop ist eine schöne handwerkliche Beschäftigung für Jung und Alt, für Anfänger und Profi. Der benachbarte Garten des denkmalgeschützten Magnus-Hauses – eine grüne Oase mitten in der Metropole – bietet genug Motive zu den Collagen, die aus bunten Papieren und Blättern entstehen.
Die bildende Künstlerin Luca Pataki begleitet Sie Schritt für Schritt durch den schöpferischen Prozess, durch Abstraktion und Komposition, hinein in die Gartenwelten.

Memory-Board. Die Geschichte des Magnus-Gartens in Bild und Schrift
14.09.2025, durchgehend
CHB, vor dem Gebäude

Ansichten und Fotografien, Grundrisse und Stadtpläne erinnern an die lange Geschichte des heutigen Magnus-Hauses und dessen einmaligen Garten, der dem Collegium Hungaricum in jeder Hinsicht so nahesteht. Unser Memory-Board ist eine Art Zeitkapsel mit einer bunten Auswahl an Archivmaterialien. Lösen Sie das historische Garten-Quiz und erwecken Sie damit spannende Episoden aus der Gartengeschichte zum neuen Leben! Durch die Führungen im modernen Gebäude des Collegium Hungaricum und im benachbarten historischen Garten des Magnus-Hauses können Sie weitere spannende Details erfahren.

Blick aus dem CHB: Das Magnus-Haus und sein Garten, im Hintergrund das Pergamonmuseum

Blick aus dem CHB: Das Magnus-Haus und sein Garten, im Hintergrund das Pergamonmuseum

Pepita-Disco und Vinylkultur. Eine musikalische Zeitreise
14.09.2025, durchgehend
CHB, Foyer (EG)

Eine Pop-Up-Musik-Station zeigt Highlights aus der Schallplattensammlung des ehemaligen Hauses der Ungarischen Kultur, das 1973 bis 1990 ein beliebter Ort für Kultur und Begegnungen war. Im Haus befindlichen Laden wurden jährlich 120 000 ungarische Schallplatten verkauft. Im Pepita-Disco wurden ebenfalls ungarische Platten aufgelegt. Kommen Sie auf eine besondere Zeitreise mit und entdecken Sie Alltagsgegenstände des einstigen Kulturhauses in der Karl-Liebknecht-Straße: Legen Sie eine Platte auf, probieren Sie die Triumph-Schreibmaschine oder erkunden Sie alte Fotoalben beim Anhören der nostalgischen Hits.
Die kleine Bar im Breuer Saal bietet kühle Getränke und ruft dabei die berühmte Gaststätte der sozialistischen Vorgängerinstitution in Erinnerung.

100 Jahre in einer Stunde. Die Institutsgeschichte auf Leinwand
14.09.2025, durchgehend
CHB, Bibliothek (EG)

In der sogenannten Kinobox zeigen wir die filmische Dokumentation Einweihung (Házavatás, 2007, 59 Min.) von Dávid und László Kerényi, der die Vergangenheit des ungarischen Kulturinstituts in Berlin und die ereignisreiche Geschichte des 2007 fertiggestellten, modernen Institutsgebäudes in Ton und Bild erzählt. Die Screenings finden durchgehend in ungarischer Sprache mit deutschen Untertiteln statt.

Stationen unseres kulturhistorischen Audiowalks

Stationen unseres kulturhistorischen Audiowalks

D I G I T A L E S   A N G E B O T

Historische Spurensuche ungarischer Art: Ein Audiowalk
14.09.2025, durchgehend und individuell begehbar
CHB > Dorotheenstraße > Am Kupfergraben > Museumsinsel > Spandauer Str. > Haus Ungarn

Zum Tag des offenen Denkmals präsentieren wir auch einen kulturhistorischen Audiowalk: Sieben Beiträge erzählen spannende Episoden aus der 100-jährigen Geschichte des Collegium Hungaricum Berlin. Entdecken Sie die Stationen unserer Route in der Nähe des Instituts und hören Sie sich die einzelnen Audios mithilfe Ihres Smartphones und der ausgehängten QR-Codes an! Der Rundgang startet vor dem CHB (Dorotheenstraße 12) und führt zum ehemaligen Haus Ungarn in der Karl-Liebknecht-Straße 9.
Es sprechen: Regina Gisbertz und Matthias Scherwenikas

Alle Programme sind kostenlos und ohne vorherige Anmeldung besuchbar.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!