Programme im Oktober

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01.10.2026 – 19 Uhr | Zentralverband
Was verdanken wir den Habsburgern?
Episoden aus einer langen historischen Beziehung
Vortrag von Dr. Iván Bertényi

Was verdanken wir den Habsburgern? Einerseits nichts Gutes: „Die Herrschaft des Hauses Habsburg und später Habsburg-Lothringen in Ungarn blieb von Generation zu Generation eine Geschichte fortwährenden Wortbruchs“, hieß es 1849 in der Unabhängigkeitserklärung. Schließlich ist die Geschichte Ungarns seit 1526 von einer Reihe von Freiheitskämpfen gegen die Habsburger geprägt: Bocskai, Gábor Bethlen, György I. Rákóczi, Imre Thököly, II. Rákóczi, die ungarischen Jakobiner und natürlich die Revolution und der Freiheitskampf von 1848/49 scheinen allesamt zu belegen, dass Ungarn 400 Jahre lang gegen die Habsburger um seine Unabhängigkeit kämpfen musste. Oder etwa doch nicht?

Die neuere Geschichtsbetrachtung, die die Vergangenheit in größeren Zusammenhängen betrachtet, zeichnet inzwischen ein differenzierteres Bild dieser fast 400 Jahre währenden historischen Beziehung. Der Vortrag stellt konkrete Beispiele vor und analysiert sie, überlässt das Urteil jedoch dem Publikum.

Ort: Zentralverband, Schwedenplatz 2, 1010 Wien
Eingang: Laurenzerberg 5, 1. Stock, Tür 8–9

Sprache: Ungarisch

Partner: Bornemisza Péter Társaság (BPT), CH Wien – Institut für Ungarische Geschichtsforschung in Wien (BMTI)

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05.10.2026 - 18 Uhr | Collegium Hungaricum Wien
Cat City (Macskafogó)
Animationsfilm, 1986, 93 Min

Mit Katzen, Mäusen und Ratten in den Hauptrollen ist diese animierte Action- Komödie eine Parodie auf viele Mainstream-Filmgenres. Diese facettenreiche, parodistische Mischung der Genres erwies sich nicht nur in der ungarischen Animationsfilmgeschichte, sondern auch weltweit als wegweisend.

Seit seinem Kinostart im Jahr 1986 hat sich „Cat City“ zu einem Kultklassiker unter den ungarischen Zuschauer:innen entwickelt und feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum.

Sprache: HU mit EN Untertiteln
Anmeldung: anmeldung@chwien.at

Partner: Nationales Filmarchiv Ungarn (NFI), CH Wien

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07.10.2026 - 18 Uhr | Collegium Hungaricum Wien
ZSOLNAY: Architekturkeramik in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie mit zeitgenössischen Reflexionen von Asztrid Csatlós
Ausstellungseröffnung

Ein Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart verbindet die künstlerischen Reflexionen von Asztrid Csatlós mit der Tradition der Architekturkeramik und den Städten Pécs und Wien.

Die Ausstellung beleuchtet die engen Beziehungen der Zsolnay Porzellan- und Keramikmanufaktur zu Wien in den 1890er-Jahren. Bedeutende Projekte wie das Kaufhaus Neumann, das ehemalige Hotel Krantz und das Palais der Equitable-Versicherung zeugen von der Rolle Zsolnays im architektonischen Aufbruch Wiens in Richtung Jugendstil und von der Zusammenarbeit mit Architekten wie Otto Wagner und Max Fabiani.

Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen, Archivmaterial und zeitgenössische Fotografien. Zugleich lädt sie dazu ein, Pécs, die Geburtsstadt der berühmten Keramikmanufaktur und das heutige Zsolnay-Kulturviertel, näher kennenzulernen.

Die ungarische bildende Künstlerin Asztrid Csatlós (*1992) setzt sich in ihrem Wien-Debüt mit dem Zsolnay-Keramikerbe auseinander. Ausgehend von einer erweiterten Materialforschung reflektiert sie dessen Bedeutung aus zeitgenössischer Perspektive.

Künstlerin: Asztrid Csatlós
Kuratorin: Renáta Bartha (zeitgenössische Kunst)
Gestaltung: Tamás Kelemák
Produktion: Interpress Kft. – Márton Süle

Anmeldung: anmeldung@chwien.at

Partner: CH Wien, ZSÖK – Zsolnay Heritage Management Ltd., Janus Pannonius Museum Pécs, Verwaltung der Stadt Pécs

Mit freundlicher Unterstützung des Ungarischen Kulturfonds (NKA)

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8.10.2026 – 18 Uhr | Collegium Hungaricum Wien
Zoltán Kató Másréti – Pokolsár (Höllenschlamm)
Eine ungarische Kindheit im kommunistischen Rumänien
Buchpräsentation

„An wen wendet sich dieses Kind von damals? ... Es wendet sich an die Glücklichen, vor deren Fenster kein Polizist steht, der Unschuldige ohrfeigt; an jene, denen keine arroganten Geheimpolizisten die geliebten und geschätzten Bücher aus den Regalen reißen und die nicht jede Minute des Tages von der Staatsmacht terrorisiert werden. Es wendet sich an jene, die sich für Geschichte und das Wesen entfesselter Macht interessieren. An jene, die nicht verstehen, wie Diktaturen funktionieren und wie sie aufrechterhalten werden können ...“

Das Buch wird von dem Journalisten Péter Martos vorgestellt, der anschließend mit dem Autor ins Gespräch kommt. Zsófi Rick, Mitglied des Ensembles Svung, liest Auszüge aus dem Buch.

Sprache: Ungarisch
Anmeldung: anmeldung@chwien.at

Partner: Bornemisza Péter Társaság, CH Wien – BMTI

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10.10.2026 - 18 Uhr | Kapelle Marienheim in Bruck/Leitha
Orgelherbst 2026 - Konzert von István Mátyás

Der Orgelherbst 2026 lädt auch in diesem Jahr zu mehreren Konzerten in niederösterreichischen Kirchen ein. Mit dabei ist auch ein ungarischer Künstler: Der Organist István Mátyás tritt am 10. Oktober um 18 Uhr in der Kapelle Marienheim in Bruck/Leitha auf, gemeinsam mit der Sopranistin Genoveva dos Santos.

Die Konzertreihe findet vom 13. September bis 8. November statt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Partner: Orgelherbst, CH Wien

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12.10.2026 - 18 Uhr | Collegium Hungaricum Wien
Hungarian Holocaust Revisited. New Discoveries and Insights
Buchpräsentation

Zu jedem runden Jahrestag der Ghettoisierung und Deportationen von 1944 erschienen Gedenkbände zum Holocaust in Ungarn. Sie wurden zu wichtigen Referenzwerken der ungarischen Forschung, berücksichtigten jedoch nur selten die Arbeiten jüngerer Wissenschaftler, die Fragestellungen und Methoden der internationalen Holocaustforschung aufgegriffen und weiterentwickelt haben.

Hungarian Holocaust Revisited. New Discoveries and Insights, herausgegeben von Borbála Klacsmann, Dóra Pataricza und Péter Buchmüller, führt diese neueren Forschungsansätze zusammen. Der Band verbindet das Gedenken mit Perspektiven der Geschlechtergeschichte, Mikrogeschichte, Erinnerungs- und Traumaforschung und bietet damit einen aktuellen Einblick in die Holocaustforschung in Ungarn.

Begrüßung: Márton Méhes, Direktor, Collegium Hungaricum Wien
Präsentation mit den Herausgeber:innen: Borbála Klacsmann, Dóra Pataricza, Péter Buchmüller
Im Gespräch mit: Regina Fritz, Universität Wien

Veranstaltungssprache: Englisch
Anmeldung: anmeldung@chwien.at

Veranstalter: Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI)
Partner: CH Wien

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12.10.2026 - 17 Uhr | Universität Wien
Jesuitische Bußmissionen in der österreichischen Provinz im 18. Jahrhundert
315. Institutsseminar des Instituts für Österreichische Geschichstforschung
Vortrag von Dr. Orsolya Száraz, Literaturhistorikerin, Italianistin, Universität Debrecen

Wie konnte ein italienisches jesuitisches Missionsmodell an ein anderes kulturelles und konfessionelles Umfeld angepasst werden? In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts wurde die sogenannte segnerianische Missionsmethode in der österreichischen Jesuitenprovinz eingeführt. Dieser Missionsansatz zeichnete sich durch emotional aufgeladene Rituale wie Bußprozessionen und Selbstgeißelungen aus. Der Vortrag untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Anpassung dieser Missionsstrategie in der Habsburgermonarchie.

Sprache: EN
Ort: Universität Wien, Hauptgebäude, Seminarraum Geschichte 1
Universitätsring 1, 1010 Wien

Partner: Institut für Österreichische Geschichtsforschung, CH Wien – Institut für Ungarische Geschichtsforschung in Wien

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14.10.2026 - 18 Uhr | Collegium Hungaricum Wien
Balázs Bágyi New Quartet
Jazzabend

Der mit dem Gábor-Szabó-Preis ausgezeichnete Schlagzeuger und Komponist Balázs Bágyi ist einer der prägenden Künstler der ungarischen Jazzszene. In der Musik des Balázs Bágyi New Quartet dominiert ein akustischer, zeitgenössischer Jazz, der auf Post-Bop- und klassischen Musikelementen aufbaut. 2023 erschien ihr Jubiläumsalbum „Decade“. Das Jahr 2024 war für sie außerordentlich erfolgPartner: CH Wien reich: Neben ihrer China-Tournee erhielten sie Einladungen nach Siebenbürgen, Tschechien, Estland und Mexiko, und nun treten sie auch in Wien auf!

Mitwirkende: Sándor Soso Lakatos (Saxophon), Dezső Oláh (Klavier), Péter Oláh (Kontrabass), Balázs Bágyi (Schlagzeug)

Anmeldung: anmeldung@chwien.at

Partner: Balázs Bágyi Quartet, CH Wien

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15.10.2026 | Wien & Collegium Hungaricum Wien
Zsolnay in Wien und Pécs
Architekturspaziergang, Ausstellungsführung & Präsentation der Stadt Pécs

Zsolnay in Wien? An mehr Orten, als man denkt.

An mehreren Wiener Gebäuden finden sich bis heute Architekturkeramiken der berühmten Zsolnay-Manufaktur. Viele davon bleiben im Stadtbild jedoch auf den ersten Blick verborgen. Am 15. Oktober begeben wir uns gemeinsam auf ihre Spuren und widmen einen Nachmittag und Abend dem Zsolnay-Erbe in Wien und Pécs.

16:00 Uhr | Auf den Spuren der Zsolnay-Architekturkeramik in Wien

Bei einem geführten Gebäudebesuch mit Lilla Bősz entdecken die Teilnehmer ausgewählte Beispiele der Zsolnay-Architekturkeramik in der Wiener Innenstadt.

Treffpunkt: Stock-im-Eisen-Platz 3, 1010 Wien
16:00–16:30 Uhr: Führung auf Deutsch
16:30–17:00 Uhr: Führung auf Ungarisch

18:00 Uhr | Ausstellungsführung & Präsentation der Stadt Pécs

Im Collegium Hungaricum Wien wird das Programm mit einer Führung durch die Ausstellung Zsolnay aus zeitgenössischer Perspektive fortgesetzt.

Anschließend präsentiert Visit Pécs die südungarische Stadt mit ihren touristischen und kulturellen Attraktionen. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte von Pécs, das Zsolnay Kulturviertel und das bis heute lebendige Zsolnay-Erbe. Zum Abschluss sind die Gäste eingeladen, ausgewählte regionale Produkte und Weine zu verkosten.

Ort: Collegium Hungaricum Wien, Hollandstraße 4, 1020 Wien
Ausstellungsführung: Deutsch und Ungarisch
Präsentation von Visit Pécs: Englisch

Anmeldung: anmeldung@chwien.at

Partner: ZSÖK – Zsolnay Heritage Management Ltd., Janus Pannonius Museum Pécs, Visit Pécs, Stadt Pécs, NKA

Foto: Ivett Oláh-Monori

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16.10.2026 - 17 Uhr | Collegium Hungaricum Wien
Kinderecke: Kivagy János
Puppentheater

Eine Koproduktion des Vaskakas Puppentheater und des Ziránó Theaters.

Die Zähmung der Bestie nach dem Märchen „Kilenc” von Elek Benedek, geschrieben von Szaida Khaled-Abdo.

Kivagy János kann seinen unbändigen Hunger und seine gewaltige Kraft nicht im Zaum halten. Kurz nach seiner Geburt gibt ihn sein Vater fort, und János wächst am Hof des Königs auf. Leichtsinnig lässt sich der König auf einen Handel ein, den der Junge ihm anbietet. Als Gegenleistung für seine Dienste verlangt János lediglich, dass er dem König nach Ablauf eines Jahres einen Schnippser auf die Nase geben darf. Als dem König klar wird, dass sein Leben in Gefahr ist, beginnt er, Pläne zu schmieden, um János so schnell wie möglich aus dem Weg zu schaffen.

Mitwirkende:

Nach einem Märchen von Elek Benedek, geschrieben von: Szaida Khaled-Abdo
Bühnenbild und Gestaltung: Erik Grosschmid (Blattner-Géza-Preisträger)
Musik: András Dés
Bewegung: János Feledi (Gyula-Harangozó-Preisträger)
Regie: Péter Róbert Varga

Es spielen:
Julia Dunai
Dávid Bársonyosi
Ádám Urszinyi

Sprache: Ungarisch

Anmeldung: anmeldung@chwien.at

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70 JAHRE UNGARISCHE REVOLUTION

2026 jährt sich die Ungarische Revolution von 1956 zum 70. Mal. Dieses bedeutende Jubiläum nimmt nicht nur in Ungarn, sondern auch in Österreich einen besonderen Stellenwert ein. Nur ein Jahr nachdem Österreich 1955 seine staatliche Souveränität wiedererlangt hatte, stand die junge österreichische Demokratie vor einer großen humanitären Herausforderung: Infolge der Niederschlagung der Revolution flohen mehr als 180.000 Menschen aus Ungarn nach Österreich.

Die österreichische Bevölkerung begegnete den Geflüchteten mit außergewöhnlicher Hilfsbereitschaft und Solidarität. Viele Menschen stellten Unterkünfte, Lebensmittel und medizinische Versorgung bereit oder unterstützten die Neuankömmlinge auf ihrem weiteren Weg. Diese humanitäre Hilfe ist bis heute ein wichtiger Teil der gemeinsamen österreichisch-ungarischen Erinnerung, für die Ungarn seinen österreichischen Freunden tief verbunden und dankbar ist.

Anlässlich des 70. Jahrestages erinnern 2026 zahlreiche Veranstaltungen in ganz Österreich an die Revolution, ihre Opfer und die damalige Fluchtbewegung. Auch das Collegium Hungaricum Wien ist an einer Reihe von Gedenk- und Kulturveranstaltungen beteiligt.

Auf unserer Website werden die Veranstaltungen und aktuellen Informationen zum Gedenkjahr laufend ergänzt und aktualisiert.

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28.10.2026 - 18 Uhr | Collegium Hungaricum Wien
Jugendstil in Wien und Budapest

Buchpräsentation & Gespräch

Wien und Budapest erlebten um 1900 eine außergewöhnliche Blüte von Architektur und Kunsthandwerk. Während sich in Wien der Secessionismus entwickelte, suchte eine junge Architektengeneration in Ungarn nach neuen Ausdrucksformen und einem eigenen Nationalstil.

Anlässlich ihrer Bücher über den Jugendstil in Wien und Budapest geben Harald A. Jahn und Peter Schubert Einblicke in die Architektur beider Städte und sprechen über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und die bis heute sichtbaren Spuren dieser Epoche.
Im Anschluss findet eine Führung durch die Zsolnay Ausstellung.

Anmeldung: anmeldung@chwien.at

Partner: Kral Verlag, CH Wien