AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Brave New?

Datum: 11 September
Zeitpunkt: 17:00
Ort:  Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin
Bild © Mónika Kárándi, Can we breath?, 2026, 135x100cm, Öl, Acryl auf Leinwand, mit freundlicher Genehmigung von longtermhandstand

Bild © Mónika Kárándi, Can we breath?, 2026, 135x100cm, Öl, Acryl auf Leinwand, mit freundlicher Genehmigung von longtermhandstand

Brave New?

„… die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.” (Star Trek, Vorspann)

Was ist die Zukunft anderes als das Spiegelbild unserer heutigen Träume, Ängste und Visionen? Jede menschliche Entwicklung entspringt der Kraft, das Noch-Nicht-Existierende zu denken. Künstlerische Praxis spielt dabei eine besondere Rolle: Sie erschafft alternative Welten, definiert eigene Gesetze und macht sichtbar, was möglich sein könnte.

Die Ausstellung Brave New? im Collegium Hungaricum Berlin erforscht unterschiedliche Formen des Worldbuildings. Zwischen fiktiven Kosmen, technologischen Visionen, Dystopien und nichtmenschlichen Ökosystemen spüren die gezeigten Werke möglichen Zukünften nach. Sie stellen die essenzielle Frage: Wie definieren wir das Verhältnis von Mensch, Technologie und Umwelt neu?

Die Evolution unserer digitalen Gegenwart begann in den Köpfen visionärer Künstler. Schon 1974 sah Nam June Paik die „elektronische Superautobahn“ voraus. In den 1980er-Jahren verschmolz Stelarc den menschlichen Körper mit kybernetischen Erweiterungen, 1998 begann Eduardo Kac an den Grenzen der Kunst seine bahnbrechenden Experimente mit Biotechnologie und DNA-Datenseicherung.

Doch Zukunftsvisionen speisen sich ebenso aus unseren Ängsten. Von Fritz Langs Metropolis über Rainer Werner Fassbinders Welt am Draht bis hin zu Matrix – dystopische Meisterwerke spitzen gegenwärtige Entwicklungen radikal zu. Sie konfrontieren uns schonungslos mit den Konsequenzen unseres heutigen Handelns.

Brave New? versteht Kunst als Labor des Möglichen. Hier finden sich keine fertigen Antworten oder starren Prognosen. Die Arbeiten öffnen Räume für Spekulation und laden dazu ein, unsere Vorstellungen von Zukunft völlig neu zu denken.

Denn das Morgen ist nicht in Stein gemeißelt. Es beginnt mit einer einfachen Frage: Welche Welt können wir uns vorstellen? Wie wollen wir morgen leben?

Mit Werken von Adrienn Újházi, Boglárka Boruzs, Hajnal Szolga, Jia-Jen Lin, Joaquina Salgado, Júlia Eszter Kuzma und Mónika Kárándi

Kuratorin: Zsuzska Petró & Co-Kurator: Benedek Hrutka